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Zu tiefgründig für Gangster-Klischees, zu authentisch für Konsum-Pop. Scharfe Kanten und runde Flows. Sollte es eine Schublade geben, in die der Wahl-Kölner Dr. Knarf passen könnte, müsste die zumindest neu etikettiert werden. Und das doppelt und mit Fußnoten.

Was nach außen wie ein Drehbuch-Plot erscheint, macht es dem rappenden Multi-Instrumentalisten nicht immer leicht, lineare Marketing-Pläne zu erfüllen. Aus der Gefängniszelle in den Uni-Hörsaal, vom Produzenten zum Regisseur. Vom Freestyle-MC zum Tonstudio-Besitzer (www.ele-music.de). Stets mit Standpunkt, stets künstlerisch unantastbar, mit einer Selbstverständlichkeit und einem Habitus, der ihn "über den Dingen" schweben zu lassen scheint. In einem anderen Jahrhundert hätte man dies wohl einfach "Universalkünstler" genannt.

Seine wahrscheinlich größte nationale Aufmerksamkeit erlangte der Doc durch einen Beitrag für die Vox-Sendung "Cover my Song" in 2011. Neben der Erkenntnis, sich kein zweites Mal an einem ähnlich flachen Konserven-Format zu beteiligen.
Anfang 2012 folgte sein Debüt-Album "Kniwolution", als Gratis-Beilage des HipHop-Magazins "Backspin", sowie im Eigenvertrieb. Einziges Feature: Niemand Geringeres als der großartige Konstantin Wecker (auf "Abgesang").
Mitten in den Wirren von NSA-Skandal, Finanzkrise, medialer Gleichschaltung, Abschaffung der Bürgerrechte und totaler künstlerischer Beliebigkeit markierte "Kniwo" seinen Standpunkt durch eine bundesweite Plakat-Aktion zur Bundestagswahl im Herbst 2013. Abgebildet war sein Konterfei in siegessicherer Politiker-Pose mit bekannt dümmlich-nichtssagendem Westerwelle-Grinsen. Daneben prangte in schwarz-gelben Lettern der Wahl-Slogan "Ich will mehr Kohle". Dies war auch der Titel des zeitgleich veröffentlichten Songs und Videos, das die aktuellen gesellschaftlichen / politischen Misstände thematisierte und Gustl Mollath, Bradley (Chelsea) Manning sowie Edward Snowden gewidmet ist. Als kleines Dankeschön für die Aktion, deren Einnahmen komplett an das Jugendzentrum "Glashütte" in Köln-Porz gespendet wurden, leitete die Stadt Köln ein Bußgeld-Verfahren gegen Dr. Knarf ein, offiziell wegen fehlender Genehmigung für das Plakatieren. Wohlgemerkt als einzige Stadt neben Hamburg, Berlin, Frankfurt, Leipzig und München.

2014 steht ganz im Zeichen der Kollaborationen für den Rapper, den der "King" Kool Savas unlängst als "definitiv in seiner deutscher Bestenliste" platziert hat. Die Vielfältigkeit der Künstler, mit denen zusammengearbeitet wurde, markiert wieder einmal seine breitgefächerten künstlerischen Ambitionen.
Mit der österreichisch-amerikanischen Instrumental-HipHop-Jazz-Band THE RUFFPACK wurde ein Album aufgenommen, eine 6-Song-starke EP mit dem Produzenten-Duo BOUNCE BROTHERS.
Mit dem befreundeten Produzenten RITMO BEATS sowie dem großartigen Saxophonisten Charles Cooper aus Ohio wurde ein größtenteils instrumentales Jazz-HipHop-Album produziert, außerdem steht ein Mixtape mit Kolumbiens #1 CRACK FAMILY G´Z an, mit denen sich über die letzten 2 Jahre eine intensive Freundschaft entwickelte.

Außerdem ist der dritte Teil von Knarf´s TA$H-Mixtape-Reihe sowie sein zweites Solo-Album in Arbeit, des weiteren wurde quasi "nebenbei" ein Gesangs-Album produziert, das sich unter dem Arbeitstitel "Ruben Meyer Lansky", seinen Weg in die physische Realität bahnt.

Diesen enormen kreative Output sowie die Unbeirrtheit, mit der Dr. Knarf seine Ziele in die Wirklichkeit umsetzt, werfen ihm böse Zungen als "Formlosigkeit" vor, in Zeiten, in denen Masken schon beinahe als Grundvoraussetzung für eine Karriere in einer Industrie gelten, die aus einem subkulturellen, grundehrlichen und rebellischen Genre erwuchs. Für den Doc ist es nicht mehr als Ausdruck seines künstlerischen Selbstverständnisses, das er als "Leben" bezeichnet.

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info@drknarf.com